Geschichte von Harke Motors

Eine Handwerkskiste war Helmuth Harkes Startkapital.

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Als sich Helmuth Harke 1935, „bewaffnet“ mit einer Handwerkskiste, in Hamburg-

Bergedorf selbständig machte, reparierte er zunächst Motorräder in einem umgebauten Pferdestall am Bergedorfer Bahnhof /Weidenbaumsweg.

Die Monatsmiete betrug damals übrigens 15, - Reichsmark.

Der unternehmungsfreudige Kfz.Meister übernahm bald die Motorrad-Vertretungen für NSU und Horex - kurz darauf vertrieb er auch die ersten Zweiradprodukte der Bayerischen Motoren Werke.

Bereits damals - während des Krieges - setzte Helmuth Harke höchste Prioritäten auf Zuverlässigkeit und eine absolut zufriedene Kundschaft. Dadurch erwarb sich der junge Unternehmer mit seiner fleißigen, kleinen Werkstatt-Mannschaftschnell einen sehr guten Ruf bei der motorisierten Bevölkerung des Heimatgebiets.

Es war selbstverständlich, dass bis in die Nacht hinein gearbeitet wurde, um die Kunden ohne lange Wartezeiten schnell wieder mobil zu machen. Bei Helmuth Harke gab es keinen geregelten Feierabend oder regelmäßigen Sonn- und Feiertag. Selbst Weihnachtstage wurden genutzt, um dringend notwendige Werkstattumbauten fertig zu stellen.

Helmuth Harke setzte auf den „Automobil-Neuling“ BMW

Als die ersten Automobile von BMW z.B. Isetta und BMW 700 in Serie gingen, bemühte sich Helmuth Harke gewissermaßen automatisch um den zusätzlichen Automobil-Händlervertrag über die damalige, Hamburger BMW-Werksvertretung Fendler & Lüdemann.

Durch aktive Bewerbung und gute Verkaufszahlen bewies Helmuth Harke auch sein kaufmännisches Talent und war zeitweise einer der erfolgreichsten BMW-Händler in der Nachkriegszeit.

Die bestehende Werkstatt musste erweitert werden, das Personal wuchs auf mehr als 20 Mitarbeiter. 

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Ein Abschleppdienst wurde eingerichtet - der weit und breit einzige Bergekranwagen vom „Autodienst Harke“ war unter dem Namen „Ick help Di“ stadtbekannt.

Mit großem Eifer und zusätzlichem Engagement setzte sich Helmuth Harke besonders für den Nachwuchs in der Kfz-Branche ein. Bald wurde er zum Bezirksmeister gewählt und behielt diese Position fast lebenslang, neben seinen unterstützenden Tätigkeiten für Ausbildung als Prüfungsmeister der Kfz.-Innung.

Um möglichst alle Bedürfnisse der Kfz.-Kundschaft abzudecken, wurden neben den Marken Borgward, NSU und Fiat auch noch LKWs von Magirus-Deutz und Transporter des Harburger Tempowerks Vidal & Sohn ins Harke-Angebot aufgenommen.

Mit „Tempo“ besseren Zeiten entgegen!

Gern erinnert man sich an den berühmten. dreirädrigen Tempo Hanseat. Er war einer der ersten Kleintransporter jener Zeit und bei handwerklichen Betrieben und Lieferanten sehr begehrt. Dieses motorisierte „Arbeitstier“ war in diesen schwierigen Zeiten häufig Begleiter junger, mutiger Unternehmer, die Kfz.-Reparaturen meist mit Gegenleistungen „bezahlten“.

Durch seine enge Verbundenheit zu den Vier- und Marschländern konnte Helmuth Harke besonders landwirtschaftliche Betriebe, sowie den Blumenhandel erfolgreich und dauerhaft beliefern. Ständig war er unterwegs bei seinen Kunden und hatte zu vielen bereits ein freundschaftliches Verhältnis. Er entwarf für seine gewerblichen Kunden spezielle Transporter-Aufbauten, die er mit seinen Mechanikern selbst herstellte und auf die Tempo-Chassis montierte.

Ebenso langjährig erfolgreich war der Verkauf der Anschlussmodelle Tempo Rapid, Wiking, Matador bevor das Fabrikat mit Hanomag fusionierte, danach von Mercedes übernommen und die Fertigung schließlich leider eingestellt wurde.


Inzwischen war längst ein zweiter Harke-Betrieb mit eigener Karosserieabteilung, Lackiererei, Tankstelle, Auto-Waschhalle und einem großen Teilelager in Bergedorf entstanden. In der Randersweide wurden auf über 5000 qm Betriebsgelände bis 60
Mitarbeiter beschäftigt.

 

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An das neu entstandene Werkstattgebäude wurde ein Wohnhaus gebaut, in dem überwiegend das Personal des nahegelegenen Erdölbetriebswohnten. Das Untergeschoß wurde vom Autohaus für Büros und Sozialräume genutzt.

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Beliebtes Emblem an Automobilen
von Harke: Das Bergedorfer Wappen

„Geit nich, givt nich“ war stets Harkes Grundsatz

Der mutige Geschäftsmann Helmuth Harke konzentrierte sich
nunmehr verstärkt auf den PKW Bereich und erweiterte sein
Angebot des - inzwischen „gehobenen“ - BMW Programms kurzentschlossen mit den beliebten und preiswerten Kleinwagen von RENAULT.

Der erwartete Erfolg blieb nicht aus. Renault und BMW ergaben zusammen eine riesige Automobil-Palette mit der die Firma Harke über Jahrzehnte jeden Bedarf abdeckte.

Bald wurde Helmuth Harke neben vielen treuen Mitarbeitern durch seine beiden Söhne Rüdiger (Kfz-Meister) und Wolfgang (Kaufmann) in seinem Unternehmen unterstützt.

Eine mutige Entscheidung 

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„Ohne beides -Vision und Willen - ist Erfolg nicht möglich“ Soichiro Honda (1906 – 1991)

Als 1978 erste Trendzeichen etablierter deutscher Autohersteller verkündeten, dass zukünftige Vertriebsnetze erstrangig durch Werksniederlassungen belegt wer- den sollten, zudem die weltweite Benzinkrise eine beunruhigende Automobilzukunft für Nobelmarken prophezeite, musste man auch im Hause Harke konsequente Entscheidungen treffen.

Bevor die Zukunft des Autohauses und gleichzeitig wertvolle Arbeitsplätze aufs Spiel gesetzt werden mussten, bemühte man sich um neue Herausforderungen in Richtung Import-Hersteller aus Japan, die gerade in Europa mit preisgünstigen Automobilen erste Erfolge verzeichneten.

Sie hatten es schnell begriffen die Autobauer aus Fernost: Ein Auto ist nur so gut wie sein Service. Man wollte den Vertrieb zukunftsweisender Automobiltechnik nicht mehr Tankstellenbetrieben überlassen. So sicherte sich der herkömmliche Motorrad-Hersteller
HONDA gerade rechtzeitig das perfekt eingespielte Team von Auto Harke.

Gemeinsam mit seinen Söhnen Rüdiger und Wolfgang begann Helmuth Harke im März 1979
mit der anstrengenden Aufgabe, die vorhandene Kundschaft von den Vorteilen der bislang exotischen Modelle aus Japan zu überzeugen. Dank rasanter, technischer Fortschritte der fleißigen Honda-Konstrukteure und dem Mut zu neuen sympathischen Designs konnte das Harke-Team gleich im ersten Verkaufsjahr über 400 Einheiten ausliefern.

Dieser Erfolg konnte sich allerdings nur fortsetzen indem das Fabrikat aktiv beworben und weiterhin erstklassiger Werkstattservice angeboten wurde. Um ständige Vorurteile über das junge Fabrikat auszukehren, war es nötig, kontinuierlich auf die Verbraucher zuzugehen und sie mit den Modellen vertraut zu machen.

Ein starkes Team und ein gutes Fabrikat auf dem Weg zum Erfolg



Das fleißige Harke-Team nahm jede Gelegenheit wahr, Honda Automobile im und außer Haus zu präsentieren. Neben Aktionswochen und interessanten Präsentations-veranstaltungen im Autohaus wurden regelmäßig Sonderschauen in Einkaufszentren, im Bergedorfer Stadtzentrum, auf Stadtfesten und Messen abgehalten. Hier einige Beispiele :

Mehr als 500 000 Interessenten an 2 Tagen im größten „Schauraum“ Bergedorfer Stadtfest!

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Immer wieder ein Highlight im City Center Bergedorf : Die HONDA SONDERSCHAU
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Attraktion bei den Stadtfesten: Formel-1“ per Fernbedienung“
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Immer wieder ein Hit bei jedem Fest für ganz junge Biker :
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HONDA HARKES
KINDER-MOTOCROSS

Ständige Aktivitäten während der Wende in Ludwigslust – Schwerin – Wismar – Rostock : Gemeinschaftsveranstaltungen mit Ostseebad Haffkrug-Scharbeutz und Legoland Bell und...
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